Kinder in der Verkehrsunfallstatistik

Alle 18 Minuten verunglückte im Jahr 2025 ein Junge oder Mädchen

Kinder werden im Straßenverkehr schnell übersehen | © S.Kobold/stock.adobe.com

Der Straßenverkehr stellt für Kinder nach wie vor ein großes Sicherheitsrisiko dar. Obwohl sich die Situation über viele Jahre verbessert hat, zeigen aktuelle Zahlen, dass noch immer viele Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt oder getötet werden.

2025 kamen immer noch rund 29.000 Kinder unter 15 Jahren zu Schaden.

Zahl der Todesfälle gestiegen

Die Gesamtzahl der zu Schaden gekommenen Kinder ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 % gestiegen. Gleichzeitig ist auch die Zahl der tödlich verunglückten Kinder gestiegen: 74 Kinder kamen ums Leben, nachdem im Jahr 2024 nicht mehr als 53 Kinder im Straßenverkehr starben. Insgesamt wurde damit statistisch gesehen etwa alle 18 Minuten ein Kind im Straßenverkehr verletzt oder getötet.

Langfristig betrachtet ist dennoch ein deutlicher Rückgang zu erkennen. Seit dem Jahr 2010 hat sich die Zahl der tödlich verunglückten Kinder erheblich reduziert. In den letzten Jahren zeigt sich jedoch eine gegenläufige Entwicklung, da nach einem Rückgang während der Corona-Pandemie wieder mehr schwere Unfälle registriert wurden.

Auf Verkehrskids.de finden Sie zahlreiche Spiele, die Ihren Kinder ein Gefühl von Sicherheit auf dem Schulweg vermitteln, hilfreiche Tipps zum verkehrssicheren Fahrrad oder angemessener Kleidung im Dunklen.  Der Kinder-Verkehrsfilm „Mach‘s richtig!“ zeigt zudem, wie der fünfjährige Bruno mit seinem Hund Wasti im Straßenverkehr ohne Begleitung unterwegs ist.

Jüngere Kinder verunglücken am häufigsten im Auto, ältere Kinder auf dem Fahrrad

Ein genauerer Blick auf die Unfälle zeigt, dass Kinder auf unterschiedliche Weise am Straßenverkehr teilnehmen und dabei verschiedenen Risiken ausgesetzt sind. Ein großer Teil der verunglückten Kinder saß als Mitfahrende im Auto (31 Prozent), während auch noch größerer Anteil mit dem Fahrrad unterwegs war (34 Prozent). Auch Kinder, die zu Fuß unterwegs sind, stellen weiterhin eine bedeutende Gruppe unter den Verunglückten dar (20 Prozent), einige verunglückten mit dem E-Scooter (8 Prozent). Besonders jüngere Kinder unter 6 Jahren verunglücken häufiger als Mitfahrende im Auto, während ältere Kinder im Grundschulalter zunehmend mit ihrem Fahrrad in einen Unfall verwickelt werden.

Der Schulweg als Sicherheitsrisiko

Das Unfallrisiko ist zudem nicht gleichmäßig über den Tag verteilt. Besonders häufig ereignen sich Unfälle montags bis freitags auf dem Schulweg in den Morgenstunden zwischen sieben und acht Uhr. In dieser Zeit wurden im vergangenen Jahr 13 Prozent der verunglückten Kinder verletzt oder getötet. In den Nachmittagsstunden von 15 bis 16 Uhr sowie 16 bis 17 Uhr, wenn viele Kinder wieder nach Hause oder in ihrer Freizeit unterwegs sind, erreichen sie mit einem Anteil von je 9 Prozent den zweithöchsten Wert.

Die aktuellen Zahlen machen deutlich, dass der Straßenverkehr weiterhin eine erhebliche Gefahrenquelle für Kinder darstellt. Umso wichtiger bleiben eine frühzeitige Verkehrserziehung, rücksichtsvolles Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden und gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.

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